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Warum Sie Flöte als Hobby behalten sollten

Lasst uns über Flöte als Hobby sprechen.

Es kann leicht passieren, dass das Flötenspiel aus dem Alltag gerät, aber Studien legen nahe, dass regelmäßiges Musizieren nachhaltige Vorteile für Gehirn, Körper und emotionale Gesundheit haben kann.

Man muss nicht professionell üben. Selbst gelegentliches, regelmäßiges Spielen erzielt messbare Ergebnisse.

1. Es stärkt das Gehirn

Flöte spielen ist eine Tätigkeit, die das gesamte Gehirn beansprucht: Notenlesen, Fingerkoordination, Atemkontrolle und Hören in Echtzeit.

Forschungsergebnisse zeigen, dass musikalische Ausbildung mit Folgendem verbunden ist: verbesserte Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- und exekutive Funktionen aufgrund erhöhter Neuroplastizität, also der Fähigkeit des Gehirns, Verbindungen zu bilden und neu zu organisieren.

2. Es unterstützt die langfristige kognitive Gesundheit.

Studien deuten darauf hin, dass Musiker im Alter einen langsameren kognitiven Abbau erleben. Das Musizieren bis ins Erwachsenenalter trägt dazu bei, neuronale Verbindungen aktiv und aktiv zu halten. Selbst moderates Üben ist mit nachhaltigen Verbesserungen der Verarbeitungsgeschwindigkeit und des Arbeitsgedächtnisses verbunden.

Psyche Loui, Ph.D., leitet das Labor für Musik, Bildgebung und neuronale Dynamik (MIND) an der Northeastern University in Boston. In Zusammenarbeit mit Forschern des Berklee College of Music und der Harvard Medical School im Großraum Boston entwickelte Loui mit ihren Kollegen ein achtwöchiges, auf Achtsamkeit basierendes Musikhörprogramm für gesunde ältere Erwachsene. 

Die Teilnehmer zeigten im Vergleich zu Kontrollgruppen einen stärkeren Anstieg der funktionellen Konnektivität zwischen dem auditorischen System und dem medialen präfrontalen Kortex – Bereiche, deren Aktivität im Alter generell abnimmt. Ihr Forschungsteam testet diese Intervention nun an älteren Erwachsenen mit Gedächtnisstörungen in der Hoffnung, dass Musik durch diese Konnektivität zur Verbesserung der Lern- und Gedächtnisfunktionen beitragen kann. 

3. Es reduziert Stress und unterstützt die psychische Gesundheit.

Das Flötenspiel reguliert auf natürliche Weise die Atmung, wodurch das parasympathische Nervensystem (die Entspannungsreaktion des Körpers) aktiviert wird.

Forschungen in der Gesundheitspsychologie zeigen, dass die Teilnahme an Musikveranstaltungen den Cortisolspiegel senken und den wahrgenommenen Stress reduzieren kann, während gleichzeitig die Stimmung und die Emotionsregulation verbessert werden.

Laut Musiktherapeutin Lorrie Kubicek:

„Da Musik mit dem limbischen System im Gehirn in Verbindung steht, kann sie helfen, die Entspannungsreaktion auszulösen und das Nervensystem zu beruhigen, wodurch sich die Atmung verlangsamt. Sie hilft wirklich dabei, die Gedanken von dem, woran sie festhängen oder worüber sie sich Sorgen machen, abzulenken und im gegenwärtigen Moment anzukommen.“

4. Es fördert lebenslanges Wohlbefinden.

Musik trägt durch Kreativität, Identitätsfindung und soziale Kontakte wesentlich zu einer höheren Lebensqualität bei. Gemeinsames Musizieren in Ensembles und informelles Musizieren verringern die Isolation und steigern die Motivation, aktiv zu bleiben.

Teilnehmer von Gemeindechören berichteten nach ihrer Teilnahme von einem höheren Selbstwertgefühl, einem stärkeren Zugehörigkeitsgefühl zur Gesellschaft und einer ausgeprägteren kulturellen Identität. Community of Voices Studie Unter der Leitung der Flötistin Dr. Julene Johnson wurde die Wirkung der Teilnahme an einem Gemeindechor untersucht.

5. Es hält das Lernen lebendig

Das Erlernen neuer Musikstücke regt die Neuroplastizität in jedem Alter an. Das Gehirn profitiert von Neuem, und Musik bietet unzählige Möglichkeiten zur Weiterentwicklung – selbst auf Hobbyebene.

In einem Podcast erklärt Larry Sherman, Professor für Neurowissenschaften an der Oregon Health & Science University:

„Wenn wir neue Musik lernen, verändern sich wahrscheinlich auch unsere Synapsen, die Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Wir bilden möglicherweise neue Nervenzellen beim Üben und Lernen neuer Musik… Und das limbische System ist sehr wichtig für die Gedächtnisbildung. Wenn wir ein neues Instrument oder etwas anderes lernen, entstehen neue Synapsen, also Verbindungen zwischen Neuronen. Ein einzelnes Neuron kann über diese Synapsen mit Tausenden anderer Neuronen interagieren. Im menschlichen Gehirn gibt es buchstäblich Billionen von Synapsen für die Milliarden von Neuronen, und diese Synapsen entstehen und vergehen ständig. Sie werden gestärkt und geschwächt, wenn wir etwas üben oder uns an etwas erinnern und versuchen, es aus dem Gedächtnis erneut zu spielen.“ Meine wichtigste Botschaft ist: Wenn ihr ein Instrument übt, insbesondere ein neues Instrument lernt oder ein Musikstück übt, das euch wirklich vor Herausforderungen stellt, achtet darauf, was euer Gehirn dabei tut.“

6. Man muss nicht „gut“ sein, um davon zu profitieren.

Eines der größten Missverständnisse ist, dass Flöte nur dann „zählt“, wenn man auf hohem Niveau spielt. Tatsächlich ergeben sich die kognitiven und emotionalen Vorteile aus der aktiven Teilnahme am Musizieren selbst, nicht aus der Perfektion.

Schon 15–30 Minuten Spielzeit ein paar Mal pro Woche reichen aus, um positive Effekte zu erzielen.

Flötespielen als Hobby ist nicht nur Musik, sondern trägt auch zu einem gesünderen, aktiveren Geist und einem ausgeglicheneren Leben bei.Du fängst nicht von vorne an, sondern setzt etwas fort, das dir jedes Mal zugutekommt, wenn du es wieder in die Hand nimmst!

Quellen

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