Sechs Épigraphes Antiques (Flöte und Klavier)
Beschreibung
Six Épigraphes Antiques (Flöte und Klavier) von Claude Debussy, arrangiert von Robert Stallman, herausgegeben von Edition Svitzer (2018)
Debussys lebenslange Vorliebe für das Exotische – genauer gesagt für die griechische Mythologie und die asiatische und afrikanische Kultur – ist bekannt. Sein Sinn für Fantasie spiegelt sich gut in diesen ergreifenden Träumereien, den Six Épigraphes Antiques, wider. Debussy komponierte diese Suite von Stücken 1914 in zwei Versionen: eine für Klavier zu vier Händen und eine andere für zwei Hände. Interessant ist, dass die ersten vier der Épigraphes aus seinen Chansons de Bilitis stammen, die er fünfzehn Jahre zuvor geschrieben und für gesprochene Stimme, zwei Flöten und zwei Harfen gesetzt hatte – Begleitmusik zu Gedichten seines Freundes Pierre Louÿs. Was ursprünglich eine Komposition aus verstreuten musikalischen Fragmenten war, die mit rezitierten Gedichten durchsetzt waren, wurde später in ein kleines Meisterwerk für Klavier umgewandelt. Um eine vollständige Suite zu schaffen, komponierte Debussy die letzten beiden Epigraphen neu. Zusammen betrachtet sind die Épigraphes als sechs einzelne „primitive“ Ausdrücke zu erleben: eine Anrufung (I und auch der Abschluss von VI), eine Beschwörung (III), drei Widmungen (II, IV und V) und ein freudiges Dankgebet (VI). Das eindringliche Pour un tombeau sans nom und das grüblerische und sinnliche Pour l'Égyptienne werden geschickt durch die Zartheit und subtile Verzückung der übrigen Stücke kontrastiert. Im abschließenden Satz ist Debussys Darstellung des Regens (die ostinate Klavierfigur mit der Bezeichnung doux et monotone) an Einfachheit und malerischem Realismus unübertroffen – ein Geniestreich eines großen Komponisten, der es hasste, als „Impressionist“ abgestempelt zu werden, obwohl er genau das ist und mehr. Jede dieser ausdrucksstarken Vignetten ist ideal für die Flöte geeignet, ein Instrument, das Debussy aufgrund seiner ursprünglichen Natur sowie seines Potenzials für Subtilität und stimmliche Intimität besonders angezogen hat. Mit den Six Épigraphes können wir Flötisten nun unser Repertoire erweitern, indem wir Debussys zwei bekannten Kompositionen für Flöte, Syrinx und die Sonate für Flöte, Viola und Harfe, um ein weiteres wichtiges Werk ergänzen.“
-Robert Stallman
Dauer 15 Minuten.
Details
- Debussy, Claude
- EDITION SVITZER
- Flöte und Klavier
- Französisch
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